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Fruchtfolge im ökologischen Landbau

Besondere Bedeutung kommt dem Vermeiden fruchtfolgebedingter Abbauerscheinungen und Krankheiten zu. Dazu müssen Ökolandwirtinnen und -landwirte die klassischen Fruchtfolgeregeln beachten, die zum Teil über die Jahre konventionellen Wirtschaftens schon fast in Vergessenheit geraten sind. Diese geben auch die Möglichkeit, auf Schwankungen des Marktes, witterungsbedingte Turbulenzen oder aktuelle Probleme (zum Beispiel in der Verunkrautung eines Feldes) zu reagieren. Folgende Grundsätze sollten beachtet werden :

Ausreichender Anteil von Humus- bzw. Stickstoffmehrern

Die Stickstoffbindung durch die Leguminosen ist einer der Grundbausteine des ökologischen Ackerbaus. Sowohl im Reinanbau als auch in Gemengen, in Haupt- sowie in Zwischenfrüchten und Untersaaten finden sie deshalb Verwendung.

Um den gebundenen Stickstoff besser speichern und damit nachhaltig nutzen zu können, werden den Futterleguminosen meist Gräser beigemischt. Verluste (zum Beispiel Auswaschung) sollten unbedingt vermieden werden, da Stickstoff im ökologischen Landbau einer der Erfolg bestimmenden "knappen Faktoren" ist. Der Umbruchzeit und -variante sowie den möglicherweise erforderlichen "Stickstoff-Zwischenspeichern" (zum Beispiel Senf-Zwischenfrucht) ist darüber hinaus je nach Standort besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Gegebenenfalls kann ein Wechsel von Winter- auf Sommerweizen in Verbindung mit sehr spätem Umbruch helfen, mehr Stickstoff und damit bessere Voraussetzungen für Wachstum und Qualität zu sichern. Ob eine Leguminosen-Hauptfrucht dann eine, zwei oder drei zehrende Kulturen versorgen (und unkrautbezogen "absichern") kann, hängt in erster Linie vom Standort und seinen Eigenschaften ab.

Berücksichtigung des Bedarfs der Kulturen (Stark- und Schwachzehrer)

Ob direkt nach dem Kleegras-Anbau Weizen, Kartoffeln oder Kohl folgen, hängt von verschiedenen Faktoren ab (Deckungsbeitrag, Unkrautdruck, Drahtwurmbefall, etc.). Grundsätzlich sollten weniger anspruchsvolle Kulturen sich erst später einfügen. Hier sind alle extensiveren Getreidearten zu nennen (Roggen, Triticale, Gerste, Hafer, auch Dinkel). Werden Sonnenblumen, Mais und Zuckerrüben zwar eher als "bedürftig" eingestuft, so vertragen sie doch meist auch eine Stellung nach Getreide und einer anschließenden Zwischenfrucht - wenn eine Unkrautkonkurrenz weitgehend vermieden werden kann.

Wechsel zwischen Winterungen und Sommerungen

Jede Bodenbearbeitung bringt Unkrautsamen in Keimstimmung. Die Saat ist in diesem Sinne auch als ein "Startsignal" für das Unkrautwachstum zu verstehen. Je häufiger dies zum mehr oder weniger gleichen Zeitpunkt erfolgt, desto stärker fördert es die Arten, die genau dieses Zusammenspiel von Licht, Temperatur, Feuchtigkeit, Tageslänge etc. brauchen. So können sich über Jahre einseitig "geförderte" Arten immer mehr zu Problemunkräutern entwickeln.

Umgekehrt kann das aber auch zu ihrer Regulierung eingesetzt werden. Einem durch häufigen Anbau von Braugerste außer Kontrolle geratenen Flughafer ist nur durch einen überstarken Anteil von Winterungen zu begegnen. Der Wechsel ist also ein nicht starr zu gebrauchendes Instrument, sondern kann je nach Bedingungen durchaus flexibel eingesetzt werden.

Ausreichender Abstand selbstunverträglicher Arten und Artengruppen

Dies ist einer der wichtigsten Grundsätze und von außerordentlich hoher Aktualität. Die "klassischen" Themen des konventionellen Anbaus (Anbaupausen von Zuckerrüben, Kartoffeln oder Raps) sind dabei im Ökolandbau eher von untergeordneter Bedeutung. Denn deren Anbau erfolgt nur selten in einem Umfang, dass einschlägige Grenzen zu beachten sind.

Wichtig ist, dass der Getreideanteil insgesamt maximal zwei Drittel und der Weizenanteil im Besonderen maximal ein Drittel der Fruchtfolge betragen dürfen, um ein Aufschaukeln von Fruchtfolgekrankheiten zu vermeiden. Weizen nach Weizen ist im Ökolandbau unbedingt zu vermeiden. Dinkel darf (aufgrund seiner Verwandschaft zu Weizen) nicht in direkter Folge zu Weizen stehen.

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